A
AfA (Absetzung für Abnutzung)
Steuerliche Abschreibung auf den Gebäudewert einer Immobilie. Bei Bestandsimmobilien (Baujahr vor 1925: 2,5 %, danach: 2 % p.a.), bei Neubauten 3 % p.a. und bei Denkmalimmobilien bis zu 9 % p.a. in den ersten 8 Jahren. Die AfA reduziert das zu versteuernde Einkommen und ist einer der zentralen Steuervorteile bei Kapitalanlageimmobilien.
Annuität
Die gleichbleibende monatliche oder jährliche Rate, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird. Sie setzt sich aus einem Tilgungs- und einem Zinsanteil zusammen. Im Zeitverlauf steigt der Tilgungsanteil, während der Zinsanteil sinkt.
Anschaffungskosten
Gesamtkosten beim Immobilienkauf: Kaufpreis plus Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler). Nur der Gebäudeanteil (nicht der Grundstücksanteil) ist AfA-fähig.
D
Denkmalimmobilie
Immobilie unter Denkmalschutz. Bietet besondere steuerliche Vorteile: Sanierungskosten können Eigennutzer mit 9 % p.a. über 10 Jahre abschreiben, Kapitalanleger mit 9 % p.a. in den ersten 8 Jahren und 7 % in den folgenden 4 Jahren.
Darlehen (Annuitätendarlehen)
Die häufigste Finanzierungsform: monatlich gleichbleibende Rate aus Tilgung und Zinsen über eine festgelegte Laufzeit. Nach Ablauf der Zinsbindung wird eine Anschlussfinanzierung vereinbart.
E
Eigenkapital
Der Anteil am Kaufpreis, den du ohne Kredit einbringst. Bei Kapitalanlageimmobilien ist eine Vollfinanzierung möglich, wenn Bonität und Einkommen stimmen. Üblich sind 10–20 % Eigenkapital zur Deckung der Kaufnebenkosten.
Eigenbedarfskündigung
Kündigung eines Mietverhältnisses, wenn der Vermieter die Wohnung für sich oder nahe Angehörige benötigt. Gesetzliche Kündigungsfristen (3–9 Monate) sind einzuhalten. Bei Kapitalanlagen ist dies selten relevant.
K
Kapitalanlageimmobilie
Eine Immobilie, die nicht selbst genutzt, sondern vermietet wird, um Mieteinnahmen zu erzielen und Vermögen aufzubauen. Verbindet Sachwert, Mietrendite, Wertsteigerung und steuerliche Vorteile.
Kaufnebenkosten
Zusätzliche Kosten beim Erwerb: Grunderwerbsteuer (NRW: 6,5 %), Notar und Grundbuch (ca. 1,5–2 %), ggf. Maklerprovision. In NRW insgesamt ca. 8–10 % des Kaufpreises.
KfW-Förderung
Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau, z. B. für energetische Sanierung (BEG) oder Neubau (Klimafreundlicher Neubau). Ermöglichen günstige Zinsen und Tilgungszuschüsse.
M
Mietrendite (Netto)
Verhältnis der Jahreskaltmiete abzüglich aller nicht umlegbaren Kosten (Hausgeld-Anteil, Rücklagen, Verwaltung) zum Gesamtkaufpreis inkl. Nebenkosten. Realistischerer Wert als die Bruttomietrendite.
Mietpreisbremse
Gesetzliche Regelung in angespannten Wohnungsmärkten: Bei Neuvermietung darf die Miete max. 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Neubauten (Erstbezug nach 1.10.2014) und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.
N
Neubauimmobilie
Erstbezugswohnung oder Neubauprojekt. Vorteile: 3 % AfA p.a., moderne Energiestandards, geringere Instandhaltungskosten in den ersten Jahren, häufig 10 Jahre Gewährleistung vom Bauträger.
Notarkosten
Gesetzlich geregelte Gebühren für den Kaufvertrag und die Grundbucheintragung. In Deutschland übernimmt der Käufer diese Kosten, ca. 1,5–2 % des Kaufpreises.
W
Werbungskosten
Alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Mieteinnahmen stehen: Finanzierungskosten, AfA, Hausgeld (nicht umlegbarer Anteil), Verwaltungskosten, Reparaturen. Vollständig steuerlich absetzbar und mindern das zu versteuernde Einkommen.
Wertsteigerung
Langfristiger Anstieg des Immobilienwertes. In gefragten Lagen wie Düsseldorf historisch 2–4 % p.a. Kombiniert mit Mietrendite und Steuervorteilen ergibt sich die Gesamtrendite der Investition.